3. Südliche Anbindung des Gäns-Rheins

Situation

Der Gäns-Rhein verläuft südwestlich entlang des Wörtfeldsees und zieht sich dann bis hin zur Murg. Er beginnt blind an der Brücke zum ehemaligen Kieswerk und endet ebenso blind in der Nähe der Mündung der Murg in den Rhein. Zwischen der o.g. Brücke und dem Wörtfeldsee bis ist er auf wenige Tümpel weitgehend verlandet. Der übrige Teil ist dauernd und durchgehend mit Wasser gefüllt, jedoch sehr flach und stark verschlammt. Eine Wasserbewegung und ein Wasseraustausch ist mangels Anbindung nicht vorhanden. Die zunehmende Verlandung und Verschlammung führt in nächster Zeit zum Verlust jeglicher ökologischer Funktion.

Verbesserungsmaßnahme

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Es ist dringend ratsam, den Gäns-Rhein mit frischem Wasser und einem steten Wasseraustausch zu versehen. Eine südliche Anbindung an den Altrhein bei Plittersdorf könnte durch die Verbindung der bereits vorhandenen alten Schluten in Verlängerung des Gäns-Rheins und einer grabenartigen Vertiefung durchgeführt werden.
Zu prüfen wäre auch die Anbindung an die Raukehle, unter der Bedingung, dass Maßnahme 1 ausgeführt wurde. Die Zufahrt zum ehemaligen Kieswerk und Lagerplatz am Wörtfeldsee ist dank der großzügig angelegten Brücke über die ab der Brücke trocken liegende Verlängerung des Gäns-Rheins bereits gewährleistet (Photo).

Verbesserungsziele

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Für Fische und andere aquatische Organismen wäre dann der Gäns-Rhein zumindest von Süden wieder erreichbar. Er würde dann wertvolle Laichgebiete und Jungfischhabitate darstellen. Der eintretende Austausch von Wasser und die Zufuhr frischen Wassers könnte den steten Verlust der ökologischen Funktion verlangsamen.
Besonders sinnvoll wird diese Maßnahme in Verbindung mit Maßnahme 4, der nördlichen Anbindung des Gäns-Rheins an die Mündung der Murg oder den Rhein, da erst dann ein effektiver Austausch von Wasser stattfinden kann.
Die Kombination von Maßnahme 3 und 4 entspricht den Zielen des Programmes „Lachs 2000“ der IKSR, das u.a. die Durchgängigkeit und Anbindung der Auegewässer zum Ziel hat.