5. Anbindung Binsenfeld-Seen an Altrhein

Funktionsfähige Anbindung der Binsenfeld-Seen an den Altrhein

Situation

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Der große und der kleine Binsenfeld-See wurden unlängst durch einen Graben miteinander verbunden. Der Große der beiden Seen ist derzeit durch ein Rohr mit einer wassergefüllten Schlut des Altrheins verbunden, welcher wiederum mit dem Rhein zusammenhängt. Das Rohr hat zwar einen ausreichenden Durchmesser (ca. 100 cm), es mündet jedoch nahe des Endes der Schlut in diese, am nordöstlichen Ende des Sees.
Um einen Wasseraustausch mit den Seen zu erreichen, müßte das Wasser demnach durch die lange flache, teilweise verlandete Schlut bis in den Altrhein gelangen. Dies ist aber nur bei Hochwasser überhaupt möglich. Der Sturm Lothar hat zudem sehr viel Knickholz in die Schlut geworfen (Photo) und für die Forstarbeiten wurde eine Furt eingerichtet.
In der Folge gibt es während der meisten Zeit des Jahres keinen Austausch von Wasser und Fischen zwischen dem Rhein und den Seen. Ein kontinuierlicher Wasseraustausch ist deshalb so dringend notwendig, weil die beiden See infolge Eutrophierung starke Sauerstoffdefizite aufweisen. Bereits zwischen 1 und 2 m Wassertiefe wird der Sauerstoff nahezu vollständig aufgezehrt, und das bei einer Maximaltiefe von 4,4 bzw. 4,9 m.
Genaue Daten dazu sind unserer Stellungnahme vom 20.09.1999 zu entnehmen.
Anmerkung: Die großflächige Verbindung der beiden Binsenfeld-Seen, wie sie in der Deutschen Grundkarte (1:5000) von 1983 dargestellt ist, stimmt nicht mehr. Die Seen sind fast vollständig getrennt und nur an ihrem westlichen Ufer durch einen Graben miteinander verbunden. Darstellung der Karte siehe nächste Seite.

Verbesserungsmaßnahme

Die Verlegung der Verbindung des großen Binsenfeld-Sees zum nördlichen Altrheinarm an das nordwestliche Ende des Sees ist eine erfolgversprechende Möglichkeit, den Wasseraustausch wieder zu aktivieren. Der zurückzulegende Weg des Wassers könnte so erheblich verkürzt werden. Eine das ganze Jahr hindurch bestehende Verbindung zum Altrhein wäre gewährleistet.

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Durch die Verwendung eines größeren Rohrdurchmessers oder gar eines trapezförmigen Durchlassprofils mit natürlichem Sediment wäre eine Durchgängigkeit auch für Fische zu erzielen. Dies entspräche den Zielen von „Lachs 2000“ der IKSR

Verbesserungsziele

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Ein dauerhafter Wasseraustausch während des gesamten Jahres und   die problemlose, durchgängige Anbindung des großen Binsenfeld-Sees an den Altrhein ist erstrebenswert. Die akute Gefahr des biologischen Umkippens der Seen infolge Eutrophierung könnte dadurch reduziert werden.