7. Reaktivierung und Anbindung von Altarmen und Schluten

Situation

Der Altrheinarm nördlich des Baggersees und des Gewanns Teilergrund endet blind und hat keinen Zufluss. Entsprechend ist seine Charakteristik. Er ist verschlammt, sehr flach und leidet stark unter Sauerstoffmangel. Für aquatische Organismen ist er eher als verlorener Lebensraum anzusehen.
Lediglich bei Hochwasser gibt es einen gewissen Austausch von Wasser. Nach Osten ziehen sich in Verlängerung dieses Altrheinarmes überwiegend trockene Schluten in den Auenwald, die an verschiedenen Stellen durch Wege und Aufschüttungen unterbrochen sind. Die Schluten sind verlandet und überwiegend trocken.
Ein Austausch von Wasser im Altrheinarm und eine – zumindest geringe – Durchströmung wäre wünschenswert und dem ökologischen Streben zweckdienlich.

Verbesserungsmaßnahme

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Durch die Wiedereröffnung der alten, bereits vorhandenen Schluten kann eine Verbindung nach Osten an den fließenden Altrhein geschaffen werden. Der Weg der Ausbaggerung ist bereits vorgegeben durch die als Vertiefung erkenntlichen Schluten. Die Anlage eines Verbindungsgrabens zwischen den wasserführenden Teilen der vorhandenen Schluten und Vertiefungen dürfte genügen,  um eine Zufuhr von Wasser zu gewährleisten.
Die Entnahme von Wasser aus dem Altrhein nördlich der Wilhelmsbrücke dürfte problemlos zu bewerkstelligen sein. Der Großteil des Wassers des Altrheins fließt dort unter dieser Brücke hindurch (Fließgeschwindigkeit >0,7 m/s).
Dies gilt insbesondere dann, wenn zuvor die Maßnahme 8 realisiert und die durchfließende Wassermenge erhöht wurde. Die Brücke ist dafür ausreichend dimensioniert.

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Verbesserungsziele

Ein dauerhafter Wasseraustausch während des gesamten Jahres ist für den Altrheinarm südlich von Plittersdorf lebensnotwendig. Die fischereiliche und die gesamtökologische Situation verbessert sich dadurch erheblich. Dadurch können zusätzlich alte Schluten als Habitate und Biotope wieder reaktiviert werden.