8. Erhöhung der Wasserführung der Auegewässer

Situation

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Grundsätzlich gilt hier die Beschreibung der Situation aus Maßnahme 6. Die bei der Maßnahme 8 betroffene Schlut ist größtenteils wassergefüllt. Sie führt vom Leinpfad, in dessen Nähe sie blind endet, bis zum Altrhein, in den sie mündet.

Das rheinseitige Ende befindet sich etwa bei der Markierungsboje Nr. 19. Aufgrund der nur einseitigen Anbindung herrscht keine Wasserbewegung, die Schlut ist teilweise verschlammt und flach. Der Leinpfad verhindert derzeit die Anbindung an den Rhein.

Verbesserungsmaßnahme

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Eine Anbindung dieser Schlut an den Rhein ist aufgrund der gegebenen Situation machbar. Ein Ausleitungsbauwerk am befestigten Ufer des Rheins kann regelbar als Wehr angelegt werden. Die Unterquerung des Leinpfades kann durch ein ausreichend groß bemessenes Trapezprofil mit Natursediment oder ggf. in der Form einer rauhen Rampe so angelegt werden, dass auch die Durchgängigkeit für Fische und Wirbellose möglich ist. Die nachfolgende Schlut muß entsprechend der zu erwartenden Wassermenge ausgebaggert und auf ihre Durchgängigkeit geprüft werden.

Die anschließenden Brücken sind so groß dimensioniert, dass keine Probleme mit der höheren Wassermenge auftreten dürften.
Insbesondere in Verbindung mit Maßnahme 7 ist diese Verbesserung im Hinblick auf den zu erwartenden ökologischen Erfolg als prioritär anzusehen. Sie sollte aber auch dann realisiert werden, wenn Maßnahme 7 nicht umgesetzt wird.
Diese Maßnahme kann ergänzt werden durch eine Optimierung des Wassereinlaufs in den Altrhein auf der Höhe von Wintersdorf. Dort ist der Einlauf des Rheinwassers in das System der Rastatter Rheinaue. Durch die einfache Anbringung einer Stein- oder Pfahlbuhne kann erreicht werden, dass mehr Wasser in die Auegewässer gelangt.

Verbesserungsziele

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Die Reaktivierung der Schlut bringt nicht nur Lebensraum für Fische und Wirbellose, sie ermöglicht auch eine Zu- und Abwanderung von Fischen und bringt deutliche ökologische Vorteile infolge der Steigerung der Wassermenge in den Auegewässern. Grundsätzlich gilt hier ähnliches, wie bei Maßnahme 6. Auch das ist eine Maßnahme im Sinne von „Lachs 2000“ der IKSR.